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Die erste Anregung, ein Werk zur Produktion von Drahtseilen in der Stadt Charzysk zu erbauen, entstand in den dreißiger Jahren des XX. Jahrhunderts. In diesem Zeitraum entwickelte sich rasch die Industrie im Donezk-Becken und in den südlichen Regionen der Sowjetunion. Es wurden immer tiefere Kohlengruben in Betrieb genommen. Diese Entwicklung führte zu einem erhöhten Bedarf an Stahlseilen in dieser Region. Aus diesem Grunde beschloß die sowjetische Regierung am 29. Mai 1939, im Donezk-Gebiet einen Betrieb zur Produktion von Drahterzeugnissen mit dem Schwerpunkt Seile zu errichten.

Die Stadt Charzysk als Standort für dieses Werk war nicht zufällig ausgewählt: nur 16 Kilometer entfernt liegt ein Produzent von wichtigsten Ausgangsmaterialien √ das Hüttekombinat von Makejewka, die Eisenbahnanschlüsse waren vorhanden. Die Stadt liegt im Herzen des Donezk-Beckens, dessen Industrie und Bergbaubetriebe einen ständigen grossen Bedarf an Seilen haben.

Das erste technische Projekt des Charzysk Stahldrahtsbetriebs, das unter der Leitung des Chefingenieurs Leningrader Projektinstitutes "Hyprometiz" Miljutin Trofim Fedorovich entwickelt ist, ist im März 1940 genehmigt. Anfang Juni 1941 wurde der Bau der Gehäuse der Hauptabteilungen beendet: Stahldraht- und Seileabteilung, die Abteilung der metallischen Deckungen; es wurde der Bau der Hilfsabteilungen beendet, es ist die technologische Ausrüstung teilweise aufgestellt. Aber der zweite Weltkrieg hat der Geburt des Betriebs gestört. Ganze technologische Ausrüstung war auf Uralgebirge, in die Städte Beloretsk und Magnitogorsk evakuiert.

Die Wiederherstellung des vollständig zerstörten Betriebs vom Krieg fing nach der Befreiung Donbasss in 1945 an. Der Bau des Betriebs wurde nach dem neuen vervollkommneten "HyproMetiz" Projekt, unter Berücksichtigung der Vergrößerung der projektierten Kapazitäten geführt.

Der Geburtstag des Betriebs nehmen den 2. September 1949 an, wenn die Stahldrahtabteilung # 1 mit der projektierten Kapazität 85 tausend Tonnen des Drahtes pro Jahr eingesetzt war. Die Abteilung ist auf den Produktionsausstoß des Halbfabrikates für die Seilabteilung und die Abteilung der metallischen Deckungen, und auch des Warendrahtes (Federstahldrähte, Stahlseildrähte, für die Stahlaluleitungen) spezialisiert.

Am 11. November 1949 wurde die Stahldrahtseileabteilung #1 in Betrieb genommen. Die Kapazität wurde 75,3 Tsd. Tonnen Seile pro Jahr ausgelegt. Diese Seilerei spezialisierte sich auf die Produktion von blanken und verzinkten Rundlitzen- und Spiralseilen. Bereits in den ersten Jahren des ersten Jahrzehntes seiner Geschichte wurden im Werk erstmalig in der Sowjetunion verschlossenen Seile hergestellt.

Am 3. Dezember 1949 ist dem Betrieb die Ausbeutung die Abteilung der Metallüberzüge und Autodrahtgeflechte übernommen. Die projektierte Kapazität ist 29,4 tausend Tonnen der Produktion pro Jahr. Die Abteilung ist auf den Produktionsausstoß verzinkten Halbfabrikate, verzinkten Drähte für ACSR, messingplattierene Drähte, Federdrähte, verzinkten Stahlseildrähte spezialisiert.

Die 50-Jahre waren eine Periode des Entstehens des Betriebs. Wenn der Betrieb in die Reihe geltende Werke betreten hat, wurde er allmählich in ein größten Unternehmen des Metallwarenzweigs umgewandelt. In Kürze waren beteudende planmäßig - technischen Maßnahmen verwirklicht:

  • der Ersatz des kostspieligen Blei durch Salpeter in Wanne des thermischen Ofens;
  • ist die Phosphoreszieren des Werkstückes für das Naßziehen eingeführt;
  • ist die Produktion der progressiven Seile als LK und TLK (die lineare Berührung und der punktförmig-linearen Berührung der Drähte in den Strähnen) angeeignet;
  • zum erstenmal im Land ist der Produktionsausstoß der Seile der geschlossenen Konstruktion angeeignet;
  • ist das Auftragensverfahren des Schmierens auf die Seile vervollkommnet;
  • sind Gerät für Präformation auf Seilmaschinen für die Abnahme der verseilten Anstrengungen eingeführt;
  • am 6. Juni 1957 wurde die Stahldrahtabteilung #2 mit der geplanten Kapazität von 50 Tsd. Tonnen pro Jahr in Betrieb genommen. Zu den Produkten dieses Bereiches gehören hochfeste Bewehrungsdrähte für die Spannbetonkonstruktionen, Federdrähte, Speichendrähte und Halbfabrikates für die Seilabteilungen.

Die Stahldrahtabteilung #2 war als erste in der UdSSR nach der Produktion des hochfesten Bewehrungsdrahtes. Der Bau der ersten Reihe des Betriebskomplexes wurde mit der Inbetriebnahme vier Hauptabteilungen sowohl die Einführung der Hilfsabteilungen als auch der Dienste beendet.

Laut dem Plan der Rekonstruktion und der Erweiterung des Betriebs wurde der Bau der zweiten Reihe in 60 Jahren entfaltet.

Am 20. Mai 1962 nahm der Stahldrahtabteilung # 4 den Betrieb auf. Mit der geplanten Jahreskapazität von 79,2 Tsd. Tonnen ist dieser Bereich auf die Produktion von Bewehrungsdrähten für Spannbeton, Bewehrungsseilen, Federdrähten und Halbzeug für Produktion von Rund- und Profildraht spezialisiert.

Am 30. Juni 1966 nam die neue Seilabteilung # 2 den Betrieb auf. Die projektierte Kapazität war 44 tausend Tonnen der Seile pro Jahr. Die Abteilung ist auf den Produktionsausstoß von blanken und verzinkten Rundlitzen- und Profillitzenseilen sowie verschlossenen Seilen spezialisiert.

Am 16. November 1966 ist die Stahldrahtabteilung #3, deren projektierte Kapazität 101,1 tausend Tonnen des Drahtes pro Jahr eingesetzt. Die Abteilung ist die Halbfabrikate für den Federstahldraht für Seilabteilungen, des Drahtes für die kalte Landung und für die Leitungsseelen produziert.

Das Stahldraht- und Seilwerk von Charzysk ist der einzige Stahlkordproduzent in der Ukraine. Seit dem 9. Januar 1968 ist der Produktionsbereich Stahlkord mit einer Jahreskapazität von 11,3 Tsd. Tonnen in Betrieb genommen. Hier werden auch vermessingte Wulstdrähte, hochgekohlte vermessingte Drähte zur Produktion von Hochdruckschläuchen und anderen Drahterzeugnissen hergestellt.

Im Laufe seiner Geschichte vergrößerte sich das Werk; die Technologien, die Ausrüstungen und die Verwaltungsmethoden wurden ständig optimiert und modernisiert.

Im Jahre 1993 begann die Produktion von geschweißten Wasser- und Gasleitungsrohren. Dieser Produktionsbereich war für 20 Tsd. Tonnen Rohre ausgelegt, die bei unterschiedlichen Installationen von Wasser- und Gasleitungssystemen Anwendung finden. Seit dem 15. August 1994 ist die Abteilung "Befestigungselementen" den Betrieb genommen, die Jahreskapazität des Bereiches 3 Tsd. Tonnen Nägel pro Jahr.

Am 19 Juli 1995 nahm seinen Betrieb der Produktionsbereich "Drahtnetze und -geflechte" mit einer Jahreskapazität von 2 Mio. qm pro Jahr auf.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und durch die Umstellung der Volkswirtschaft auf marktwirtschaftliche Prinzipien war es erforderlich, neue Eigentums- und Verwaltungsformen zu finden. Auf Grund der Verfügung des "Fonds des Staatvermögens der Ukraine" (Order Nr. 12-AT vom 12. März 1994) wurde die Reorganisation des staatlichen Stahdraht- und Seilwerk von Charzysk zur Offenen Aktiengesellschaft SILUR beschlossen.

Die Einführung von neuen Technologien und die Kooperation mit ausländischen Geschäftspartnern waren die Grundlage, auf der die SILUR AG mehrere Gemeinschaftsunternehmen gegründet hat:

  • das ukrainisch-kanadische Joint venture Donbass-Liberty als Produzent von Metallmöbeln;
  • das ukrainisch-zypriotische Joint venture Silur-Unibros als Produzent von Befestigungselementen;
  • das ukrainisch-englische Joint venture Silur-Elektrode als Produzent von Schweißelektroden;
  • das ukrainisch-italienische Joint venture Alioto-Silur-Group als Produzent von Anschlagseilen;
  • das ukrainisch-amerikanische Joint venture Silur-Fibra als Produzent von Stahlwolle.
  • Die Silur-Trial GmbH produziert um 50 Haushalts- und Drahtwarenartikel auf den Produktionsflächen des ehemaligen Bereiches "Konsumgüter".

Einen grossen Beitrag zur baulichen Entwicklung des Werkes leistete das Bauunternehmen SILUR, entstanden durch die Umgestaltung des ehemaligen Verwaltungsbereiches für Investbau des Werkes.

Jährlich werden unter Mitwirkung des Bauunternehmens SILUR mindestens vierzig bautechnische Maßnahmen realisiert, die die Modernisierung von alten und die Errichtung von neuen Anlagen sowie weitere Bauleistungen umfassen.

Am 25. April 2000 wurde eine Turbine zur Stromerzeugung in Betrieb genommen, ihre Kapazität beträgt 7,7 MWt. Die eigene Stromversorgung macht das Werk weitegehend unabhängig von den Schwankungen des unstabilen Strommarktes in der Ukraine. Die Geschäftsführung der SILUR AG strebt eine ständige Erhöhung des Produktionsvolumens, eine Erweiterung der Produktionspalette und eine stabile Qualitätsverbesserung an.

Durch die Computerisierung des Werkes wurde der elektronische Handel möglich. Die Ausrichtung der gesamten Geschäftstätigkeit des Werkes auf die Sicherung der Qualität √ angefangen von der Zertifizierung einzelner Erzeugnisse über die Zertifizierung des gesamten Qualitätssicherungssystem nach den ukrainischen Ukr-SEPRO-Anforderungen bis zur Anerkennung des TÜV-NORD-Zertifikats im Jahre 2000, mit dem die Übereinstimmung mit den Anforderungen nach ISO 9002-94 bescheinigt wird √ ist ein Garant für eine hohe stabile Qualität von Erzeugnissen der SILUR AG. Auf der Jahresversammlung der Unternehmer und Geschäftsleute der Ukraine 2000 wurde die SILUR AG mit dem Preis "einer der 100 sich dynamisch entwickelnden Betriebe" ausgezeichnet.


©2000-2004 “Silur” AG

9 Filatowstrasse, Charzysk
Donezker Gebiet 86700, Ukraine
Tel./Fax: (+38 06257) 79-496 / 79-312


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